Depression, Zwangsstörung & Schizophrenie: Zeigt Gesicht, denn wir sind viele.

Betroffener: Dominik Pentner
Jahrgang: 1988
Diagnose: Depression, Zwangsstörung, Schizophrenie
Therapie: Psychiatrische Behandlung, Psychotherapeutische Psychotherapie, Medikamentöse Behandlung
Ressourcen: Spazieren gehen, Freunde, lesen

 

Wie und wann hast du von deiner Störung erfahren?

Ich hatte von meiner Störung im Jahr 2014 erfahren. Seitdem bin ich in Behandlung.

 

Warum hast du dich entschieden, nun Gesicht zu zeigen?

Es gibt kein Tabu, wenn man psychisch erkrankt ist, man braucht sich nicht zu schämen.
Es wird Zeit, Gesicht zu zeigen.

 

Wie hat dein Umfeld reagiert, als es von deiner Krankheit erfahren hat, und welchen Umgang würdest du dir von deinem Umfeld in Bezug auf deine Störung wünschen?

Viele aus meinem Umfeld haben sich abgekapselt, weil sie meinten, dass ich nicht mehr richtig ticke.
Ich wünsche mir mehr Toleranz für meine Krankheit.
 

Welche Dinge haben dir am meisten geholfen, die Krankheit zu akzeptieren?

Mir hat ein stationärer Klinik-Aufenthalt geholfen, außerdem eine medikamentöse Therapie sowie eine psychotherapeutische Psychotherapie.

 

Welche Ressourcen nutzt du in Krisensituationen?

Lesen, Spazieren gehen, Freunde treffen!

 

Was möchtest du anderen Betroffenen mit auf den Weg geben?

Ihr braucht euch nicht zu schämen, Depressionen und andere psychische Erkrankungen sind Krankheiten – wie zum Beispiel ein Schnupfen!

 

Was möchtest du anderen Angehörigen mit auf den Weg geben? Wie können sie dir (einerseits) und sich selbst (andererseits) am besten helfen?

Mehr Verständnis für die Krankheit würde sowohl mir als Betroffenem als auch den Angehörigen helfen.

 

Was macht deinen Charakter aus und welche Eigenschaft schätzt du an dir am meisten?

Ich bin ein guter und verlässlicher Mensch. Ich bin stark, kann aber inzwischen Schwäche zulassen. Ich bin hilfsbereit. Ich kann mittlerweile mit meinen Gefühlen gut umgehen. Und ich kann gut zuhören.