Pressmitteilung: Jugendliche am Limit – Neue Ausstellung von Mutmachleute e.V.
Pressemitteilung: Jugendliche am Limit – Neue Ausstellung von Mutmachleute e.V. macht sichtbar, wie sehr psychische Gesundheit junger Menschen zählt
Starnberg, 25. Februar 2026
Zoe ist 16 Jahre alt. Seit Monaten fühlt sie sich leer, hoffnungslos und denkt immer häufiger daran, nicht mehr leben zu wollen. Benno ist 17. Er leidet unter einer Angststörung, der Schulalltag ist für ihn oft kaum zu bewältigen. Die Familien sind am Ende ihrer Kräfte, darüber sprechen ist schwer und noch viel schwerer ist es, professionelle Hilfe zu bekommen. Beide jungen Menschen stehen stellvertretend für zehntausende Kinder und Jugendliche, deren psychische Gesundheit massiv unter Druck steht.
Die seelische Belastung junger Menschen nimmt dramatisch zu. Steigende Diagnosen, zunehmende Psychiatrieaufenthalte und überlastete Hilfesysteme zeigen: Wir dürfen nicht länger wegsehen. Gerade jetzt braucht es Räume, in denen junge Menschen gesehen, gehört und ernst genommen werden. „Immer mehr junge Menschen geraten an ihre Grenzen – Suizid ist mittlerweile eine der häufigsten Todesursachen bei Jugendlichen in Deutschland, und zeigt eindrücklich, wie dringend wir psychische Gesundheit ernst nehmen und sichtbar machen müssen,“ betont Maximilian Laufer, Mitgründer des Vereins.
Genau hier setzt die neue Wanderausstellung „YOUth Mental Health Matters“ des Starnberger Vereins Mutmachleute an, gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention. Sie rückt Jugendliche mit ihren Geschichten, Perspektiven und Erfahrungen ins Zentrum und macht auf eindrucksvolle, berührende Weise sichtbar, wie sehr mentale Gesundheit zählt – und wie dringend wir sie gemeinsam schützen müssen.
„Wenn Jugendliche wie Anna oder Benno daran zweifeln, ob ihr Leben noch einen Sinn hat, dann ist das kein individuelles Scheitern – sondern ein gesellschaftlicher und politischer Auftrag. Mit YOUth Mental Health Matters schaffen wir Räume, in denen junge Menschen gesehen werden, ohne bewertet zu werden. Diese Ausstellung ist ein Appell an uns alle: hinzuschauen, zuzuhören und Verantwortung zu übernehmen!“, hebt Tina Meffert eindringlich hervor.
Die Portraits für die Ausstellung entstanden im Rahmen eines partizipativen Projekts: Junge betroffene Menschen haben ihre Stimmen, Gedanken und Erfahrungen eingebracht. Gemeinsam mit dem Fotografen Dirk-Martin Heinzelmann entstanden eindrucksvolle Fotografien, die berühren, aufklären und helfen, Stigmatisierung abzubauen. Ergänzt wird die Ausstellung durch ein Begleit-Booklet mit Interviews, weiterführenden Informationen und weiteren beeindruckenden Fotografien von Maximilian Laufer.
Besonders hervorzuheben ist die finanzielle Förderung und enge Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention, weiteren Behörden aus dem Präventions- und Gesundheitsbereich und der Anni Gruber Stiftung. Diese Kooperationen zeigen, wie wichtig ein gemeinsames, ressortübergreifendes Engagement für die psychische Gesundheit junger Menschen ist.
Ab März geht die Ausstellung in den Verleih beim Zentrum für Gesundheit und Prävention und kann von Schulen, Jugendeinrichtungen, Jugendzentren, Beratungsstellen, Gesundheitseinrichtungen und öffentlichen Institutionen gebucht werden. Sie versteht sich als Impulsgeberin für Veranstaltungen, Gespräche, Prävention und konkrete Hilfeangebote vor Ort. Aufgrund der bereits jetzt sehr großen Nachfrage empfiehlt Mutmachleute e.V. eine frühzeitige Reservierung.
Die Ausstellung wird im Frühjahr offiziell im Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention mit Staatsministerin Judith Gerlach, MdL eröffnet und bereits ab März 2026 bayernweit eingesetzt.
Mutmachleute e.V. setzt sich seit Jahren erfolgreich dafür ein, psychische Erkrankungen aus der Tabuzone zu holen und Menschen mit Erfahrungen sichtbar zu machen. Mit seiner aktuellen Ausstellung „YOUth Mental Health Matters“ zeigt der Verein erneut, wie wirkungsvoll Aufklärung, Beteiligung und Menschlichkeit zusammenspielen können. Ein starkes Projekt eines starken Vereins – für mehr Mut, Verständnis und psychische Gesundheit bei jungen Menschen.

Buch zur Ausstellung; 64 Seiten, mit einem Grußwort von Judith Gerlach, MdL und einem Vorwort von Prof. Dr. Nicolas Rüsch
Förderung und Zusammenarbeit:




