Benefizkonzert für Mutmachleute – 350.000 Euro für Menschen in Not: „Lichtblicke“-Konzerte feiern 25 Jahre

350.000 Euro für Menschen in Not: „Lichtblicke“-Konzerte feiern 25 Jahre

Seit 2001 spielt die Band „Phondue“ in Unterschleißheim für karitative Zwecke. Rund zwei Dutzend Hilfseinrichtungen haben die Lichtblicke-Konzerte seither unterstützt.

Unterschleißheim – Die „Lichtblicke“-Konzerte feiern ihr silbernes Jubiläum. Seit 25 Jahren tritt die einstige Schülerband „Phondue“ in Unterschleißheim auf, um Spenden für karitative Zwecke einzuspielen. Im Laufe der Jahre ist aus dem Konzert ein Event erwachsen mit Gastmusikern und hiesigen Talenten. Ein Vierteljahrhundert „Lichtblicke“ – wer hätte das gedacht, als es 2001 in St. Ulrich begann. Damals, um Geld für Kinder im kriegsverheerten Afghanistan zu sammeln.

Kapp 3600 Euro sind nach dem Benefiz an Unicef überwiesen worden. Inzwischen peilt der zwei Jahren nach der Premiere in der Kirche St. Ulrich gegründete Verein „Lichtblicke – Hoffnung für Menschen in Not“ die 350.000 Euro-Marke an. Rund zwei Dutzend Hilfseinrichtungen erfuhren seither Unterstützung. So vielen Leuten wurde geholfen, ungezählte Träume erfüllt. Vielleicht sogar „A Million Dreams“, frei nach Pink, einer populären Künstlerin, deren Song an dem Wochenende ebenfalls ins Programm aufgenommen wurde.

Ein guter Wein, sagt man, braucht seine Zeit. Das gilt wahrscheinlich auch für gute Musiker. Gerade die seit Jahren auf der Bühne stehende Stammbesetzung von „Phondue“ und der inzwischen nicht mehr bestehenden, gleichfalls aus der Realschule Unterschleißheim heraus gegründeten Band „Ruhestö(h)rung“ scheint mit den Jahren an künstlerischer Power gewonnen zu haben. Die Jubiläums-Konzerte von Freitag und Samstag sind zumindest ganz nah dran, ihre besten gewesen zu sein.

Der Zeit-Begriff scheint das große Thema der Veranstaltung gewesen zu sein. Zu dieser Ansicht gelangte auch Dritte Bürgermeisterin Birte Bode in ihrem Grußwort („beeindruckende Erfolgsgeschichte“). Benjamin Kompe Straßer jedenfalls, einer der Köpfe der Lichtblicke-Familie, kann noch so oft darauf verweisen, die Jahre wären spurlos an ihnen vorübergeglitten. Mal ehrlich, wer kann das schon von sich behaupten? Die Haare werden weniger. „Prothesen in deinen Knien; so oft haben sie uns optimiert…die Brillen werden dicker…“ heißt es in einem Stück des österreichischen Musikers Holza. So Seite an Seite gemeinsam alt zu werden, hat auch seinen Zauber.

Das mit der Zeit gilt natürlich auch für viele ihrer Fans, die kein Lichtblicke-Konzert versäumen mögen. Sobald der Scheinwerfer übers Publikum strich, waren doch auffällig viele Silberrücken zu erkennen. Fast schon, wie auf einem Stones-Konzert. Nur spielen die schon noch ein bisschen länger.

In Ois Ösi und der vom Brass Wiesn-Festival in Eching bekannten Lohhofer VoIXmusik hat man sich heuer prominente Gastmusiker an die Seite geholt. Imke und Kathrin besangen den U2-Hit „One“ von 1991. Die Poetry Poetin Sophie Kompe Straßer präsentierte die Empfänger der diesjährigen Spendengelder, die „Mutmachleute“, eine digitale Plattform, die Menschen mit psychischen Leiden ein Podium bietet und die „Initiative Krebskranke Kinder München“; beide eindrücklich vorgestellt von Leuten, die eigene Erfahrungen mit dem jeweiligen Leiden durchlitten haben.

Zu guter Letzt dann doch noch mal ein Rückblick auf das allumfassende Thema, als für das große Finale alle gemeinsam auf der Bühne standen, die Lichtblicke Allstars. Sich Allstars zu nennen geht natürlich nur, wenn man sich der Bedeutung gewiss ist, die dieses Event im Verlauf eines Vierteljahrhunderts für Unterschleißheim eingenommen hat.

Fotos: Dieter Michalek

Fotos Galerie: Maximilian Laufer

 

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