Allen Mamas wünschen wir einen wunderschönen MUTtertag!

Heute wenden sich die #mutmachleute an alle Mamas, die ihren Kindern eine gute Mutter sind – insbesondere jene, die von einer psychischen Erkrankung betroffen sind.
 
Welche Selbstzweifel haben uns nicht schon in Anbetracht unserer Mutterschaft geplagt: Irritationen im Alltag, unschöne Erinnerungen an schwierige, krisenbesetzte Zeiten, in denen wir glaubten oder glauben, unseren Kindern nicht genug Mutter – gar eine Rabenmutter zu sein? Wie viele Kämpfe haben wir innerlich gefochten, um nicht die Erkrankung dominieren zu lassen, um ein gutes Leben gemeinsam mit den Kindern zu führen? Und welch Kritik haben wir unter Umständen bereits einstecken müssen, von inneren wie von äußeren Kritikern, die uns ebenso wohlgemeinte wie ungebetene Ratschläge erteilen wollten?
 
Mich bedrücken die zahlreichen Berichte in den Medien, in denen psychisch kranke Mütter (meistens geht es um diese) subtil angegriffen, verurteilt, bisweilen gar verteufelt werden. Eine professionellere als auch einfühlsamere Sicht auf beide Seiten, Mütter wie Kinder, täte hier vielen Berichten gut – und damit der gesellschaftlichen Akzeptanz und Entstigmatisierung von psychisch kranken Eltern(teilen). Niemand sucht sich eine psychische Erkrankung aus – genau so wenig wie eine physische.
 
Es ist fraglos anstrengend und erfordert viel Kräfte und Energien, für beide Seiten – aber es ist möglich. Je nach Schwere der psychischen Erkrankung gilt aber immer: Wenn nichts mehr geht oder sich die Lebenssituation zuspitzt, vor allem dann, wenn es um Kinder geht – dann darf und soll Hilfe geholt werden, insbesondere von professionellen Beratern und Begleitern, Therapeuten und Coaches, Peer-Beratern oder Einrichtungen.
 
Heute ist Muttertag. Legt eine Pause ein und lasst euch feiern. Lasst euch selbstgemalte Bilder, Blumen, gesungene Lieder oder Kuchen schenken – ihr habt sie euch verdient.

Ihr seid Mütter – Mutter zu sein ist eines der mutigsten Dinge der Welt.

Eure Kinder wären nicht eure Kinder ohne die Liebe, die ihr trotz und auch Dank allem zu geben habt. Sie kommen, wie der arabische Lyriker Gibran formulierte, „durch euch, nicht mit euch“.
 
Eure Kinder lernen von euch, wie schwierige Situationen und bisweilen Lebenskrisen zu meistern sind. Sie entwickeln oft dadurch Resilienz und eine besondere Feinfühligkeit, einen kreativen Umgang mit den Anforderungen des Lebens und nicht zuletzt Selbstbewusstsein. Sprecht mit ihnen – auf kindgerechte Art und Weise – und schweigt nicht. Gebt ihnen den Mut, nach vorne zu blicken und eigene Schritte zu gehen – vom Kleinkind bis zum Erwachsenen. So wie sie euch den Mut geben, zu lernen und zu leben – respektvoll, wertschätzend, fürsorglich.
 
Mütter dieser Welt: Heute ist euer Tag!
 
Text: Tina Meffert
Foto: pixabay.com