Magersucht, PTBS, dissoziative Störung, Depression: Ich werde kämpfen, auch wenn es nicht leicht ist!
Betroffene: Kim S.
Jahrgang: 2008
Diagnosen: Anorexie Nervosa , PTBS, dissoziative Störung, mittelgradige depressive Episode
Therapien: Kognitive Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologische fundierte Therapie, insgesamt 10 Monate Aufenthalt in der Klinik
Ressourcen: Lesen, Spazieren gehen, Freunde treffen
Wie und wann hast du von deiner Erkrankung erfahren?
Ich habe im Dezember 2024 entschieden, mir Hilfe zu holen, weil es alleine nicht mehr ging. Im Rahmen der Klinik Aufenthalte wurden mit mir einige Test durchgeführt die dann die Diagnosen Bestätigt haben.
Warum hast du dich entschieden, nun Gesicht zu zeigen?
Für mich war es ein wichtiger Schritt, offen damit umzugehen. Ich wollte nicht, dass meine Erkrankungen etwas sind, das ich verstecken muss.
Wie hat dein Umfeld reagiert, als es von deiner Krankheit erfahren hat, und welchen Umgang würdest du dir von deinem Umfeld (und der Gesellschaft) in Bezug auf deine Erkrankung wünschen?
Nicht alle haben positiv reagiert. Manche haben meine Situation unterschätzt oder nicht ernst genommen, was für mich schwer war.
Ich würde mir wünschen, dass meine Probleme nicht heruntergespielt werden, sondern ernst genommen werden.
Welche Dinge haben dir am meisten geholfen, die Krankheit zu akzeptieren?
Es war ein Prozess – mit der Zeit und durch viele kleine Schritte ist es mir leichter gefallen, meine Erkrankung anzunehmen.
Welche Ressourcen nutzt du in Krisensituationen?
Wenn es nötig ist, greife ich auch auf professionelle Unterstützung zurück. Aber ich versuche mich daran zu erinnern, dass schwierige Phasen vorbeigehen und ich schon andere Krisen geschafft habe, ansonsten versuche ich auch mit meinem Papa darüber zu reden.
Was möchtest du anderen Betroffenen mit auf den Weg geben?
Gib dir Zeit und geh deinen eigenen Weg. Vergleiche dich nicht mit anderen – jeder Fortschritt, egal wie klein, zählt.
Was möchtest du anderen Angehörigen mit auf den Weg geben? Wie können sie dir (einerseits) und sich selbst (andererseits) am besten helfen?
Ich wünsche mir, dass ihr für mich da seid auch wenn ich euch vielleicht gerade nicht zeigen kann, wie wichtig ihr mir seid. Seid geduldig und setzt sie betroffen Person nicht unter Druck. Heilung ist ein Prozess der Zeit braucht.
Was macht deinen Charakter aus und welche Eigenschaft schätzt du an dir am meisten?
Mein Charakter ist geprägt von Empathie.
Innere Stärke: Ich schätzt an mir, dass ich trotz schwieriger Phasen immer wieder versuche, mich zu stabilisieren und weiterzumachen.
Kim ist auf Tiktok: They.only.Stella


